Unreife Tomaten nachreifen lassen –

Ein Beitrag von kraut&rüben

Unreife Tomaten haben im Herbst kaum noch eine Chance auszureifen. Was tun? Vier bewährte Methoden, mit denen grüne Tomaten noch Farbe und Aroma entwickeln.

Unreife Tomaten rechtzeitig ernten

Tomaten mögen es warm, damit sie gedeihen und reifen. Sobald die Nachttemperaturen im Herbst unter 10 °C sinken, wird der Reifeprozess erschwert und die Früchte entwickeln oft nicht mehr ihre Röte. Zum Teil bekommen sie glasige Stellen auf der Tomatenhaut, die durch kalten Tau verursacht werden oder die Kraut- und Braunfäule schlägt zu und rafft viele Früchte dahin. Es ist deshalb wichtig, mit der Ernte der grünen Tomaten nicht allzu lange zu warten.

Die Tomatenstauden sollten Sie nicht abreißen, sondern mit einer Schere schneiden. Somit werden die Früchte nicht beschädigt. Der Stiel sorgt beim Reifeprozess für ein intensives Tomatenaroma.

Für die Nachreife sind Temperaturen zwischen 16 und 25 °C sowie hohe Luftfeuchtigkeit (über 80 % relative Luftfeuchte) optimal. Licht ist nicht nötig. Es eignet sich auch ein dunkler Standort. Gehen Sie in jedem Fall sorgsam mit den Früchten um. Druckstellen und Risse in der Haut können zu Fäulnis führen.

Tomatenhaus

Bewährte Methoden für die Nachreife von grünen Tomaten

1. An der Pflanze nachreifen

Schneiden Sie die komplette Tomatenpflanze einfach kurz über den Boden ab oder entnehmen Sie die Pflanze mitsamt der Wurzel. Entblättern Sie die Pflanzen und hängen Sie die Tomaten an einem warmen Platz kopfüber auf. Entfernen Sie in jedem Fall die Blätter, ansonsten werden die Tomaten schrumpelig.

2. Gut einpacken

Eine kleine Menge an grün gepflückten Tomaten können Sie in Zeitungspapier wickeln. Die so eingepackten Tomaten stecken Sie in mit Löchern versehenen Plastiktüten und legen die Beutel an einen warmen Ort.

Tomaten auf dem Arm

3. Der Trick mit dem Apfel

Die Tomaten werden schneller rot, wenn Sie einen Apfel dazulegen. Äpfel verströmen das Reifegas Äthylen und sollten eigentlich nicht mit Obst und Gemüse gelagert werden. In diesem Fall dagegen ist der beschleunigte Reifeprozess nützlich.

4. Tongefäße

Schonend und schnell reifen Tomaten in Tongefäßen. Ein sauberer Tontopf, Römertopf oder eine Tajine (orientalischer Lehmtopf) werden vorab einige Stunden in Wasser gelegt. Die Gefäße nehmen in ihren Poren das Wasser auf. Legen Sie die sauberen trockenen Früchte in die befeuchteten Tongefäße. Den Tontopf decken Sie am besten mit einem Tonuntersetzer ab.

In die Mulde des Untersetzers aber auch in den Deckel des Römertopfes und der Tajine wird Wasser gefüllt. Nach und nach verdunstet das Wasser und erhöht so die Luftfeuchte. Füllen Sie Wasser nach, sobald es verdunstet ist. An einem warmen Platz im Wohnraum werden die Tomaten schnell rot und schmecken wie sonnengereift.

Und mit einem Tomatenhaus klappt es noch besser!

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