Zimmerpflanzen umtopfen – Aber wie richtig?

Zimmerpflanzen umtopfen: Alle 3-4 Jahre spätestes sollten unsere Zimmerpflanzen ein neues Zuhause bekommen, damit sie ungestört weiter wachsen und sich entwickeln oder auch blühen können.

Viele “Probleme”, die uns die Pflanzen durch Farblosigkeit, ausbleibende Blüten oder Abwerfen der Blätter usw. zeigen, lassen sich auf zu wenig Platz für die Wurzeln oder auf Staunässe zurückführen. Dann ist Umtopfen angesagt.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

  • Wenn der alte Pflanztopf vollständig durchwurzelt ist oder
  • die Pflanze durch ihren Zuwachs umzufallen droht zur Verbesserung des Standes oder
  • bei Schädlingsbefall (z.B. Trauermücken)
  • Topf ist zu klein

Im Februar und März ist in Westeuropa die beste Zeit, die herausgewachsenen Mitbewohner umzutopfen.

Wie topft man richtig um?

Der Wurzelballen muss sehr vorsichtig aus dem alten Topf gelöst werden. Je nach Topfform ist es manchmal nicht vermeidbar, den alten Topf kaputt zumachen, um den Wurzelballen unbeschädigt heraus zu bekommen. Ist die Pflanze sehr stark durchwurzelt, ggf. einige oberflächliche Wurzeln am Rand des Wurzelballens mit einem scharfen Messer durchtrennen, damit die Pflanze ihre Wurzeln einfacher vergrößern kann.

Wurzelballen

Der neue Topf sollte mindestens einen Daumenbreit zu jeder Seite des Wurzelballens größer sein als der alte Topf (3-5 cm).

In den neuen Topf zunächst eine dünne Schicht (mind. 3 cm)  Blähton einfüllen.

Umtopfen

Darauf eine dünne Schicht 3-5 cm frischer Blumenerde. Hinweis: Unbedingt Blumenerde und keine Pflanzende verwenden, weil nur Blumenerde so  (meist thermisch) behandelt ist, dass sie keine Trauermücken-Larven und andere Schädlinge enthält. Ggf. Erde im Backofen selbst erhitzen, um spätere Schädlinge zu verhindern.

Dann die Pflanze mit dem Wurzelballen einsetzen und die frische Blumenerde locker um die Pflanze herum verteilen. Dabei auf geraden Stand der Pflanze achten. Dann die neue Erde gleichmäßig andrücken, so das die Pflanze einen festen sicheren Stand erhält. Immer wieder Blumenerde nachfüllen, bis das alte Erdniveau erreicht ist. Die Pflanze niemals tiefer einpflanzen, als das ursprüngliche Erdniveau war. Zum Topfrand einen sog. Giessrand von 1-2 cm lassen, damit Giesswasser nicht überläuft.

Nun noch ggf. Stützhilfen, Ranggitter o.ä. einsetzen, die Pflanze mit warmen Wasser “angiessen” (unterschiedlichen Wasserbedarf beachten). Staunässe muss grundsätzlich vermieden werden, um Wurzelfäule zu vermeiden.

Gerade im Winter aufgrund der trockenen Heizungsluft ist es für die meisten Zimmerpflanzen von Vorteil, regelmäßig die Blätter mit einer Sprühflasche zu befeuchten.

Und auf ausreichende Luftzirkulation zum Topfboden achten, am besten nur einen Untersetzer unter den Topf stellen. Wenn es doch ein Übertopf sein soll, dann darauf achten, dass zwischen Pflanztopf und Übertopf ausreichend Platz ist, damit die Luft zirkulieren und überschüssiges Giesswasser abtrocknen kann.

Besprühen der Zimmerpflanze

Nun noch einen der Pflanzenart entsprechenden “Platz anders Sonne” (oder eben nicht) auswählen und die nächsten Jahre fühlt sich unsere Mitbewohnerin deutlich wohler. Je nach verwendeter Blumenerde ist in einigen Monaten eine regelmäßige Düngung notwendig. Überweise ist frische Blumenerde zunächst mal vorgedüngt.

Viel Spass mit euren Zimmerpflanzen!

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