Misteln – Eine Weihnachtstradition

Misteln: Eine alte Sitte ist es, zu Weihnachten an der Zimmerdecke oder über der Tür,  Mistelzweige aufzuhängen. Dahinter steckt der Aberglaube, das Mistelgrün andauerndes Glück bringt. Die immergrüne Farbe gilt als Symbol der Fruchtbarkeit und des Wachstums.

Die Mistel  gehört zu den Halbschmarotzern. Sie holt sich nur die Nährsalze und Wasser aus der Wildpflanze. Organische Stoffen erzeugt sie mit ihren immergrünen Blättern selbst. Inzwischen ist diese Pflanzenart immer mehr zu einem begehrten Weihnachtsschmuck geworden. Naturschützer wünschen sich heute allerdings schon , dass die Mistelzweige nicht im Haus, sondern an ihrem Standort bewundert werden können. 

Sicher konnte sich die Mistel allerdings nie fühlen, da sie schon lang als Heilpflanze bekannt ist. Schon Plinius der Ältere empfahl  sie Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. in seinen Büchern zur Naturgeschichte, als Mittel gegen Fallsucht. 1000 später erwähnte die heilige Hildegard von Bingen die Birnbaummistel als Medizin zur Behebung von Asthma. Noch heute wird aus der Mistel ein blutdrucksenkendes Mittel hergestellt. 

In den kahl gefegten Zweigen unserer Laubbäume, vor allem aber in Pappeln und Obstbäumen, bilden die Mistelbüsche über den ganzen Winter grüne Blickpunkte. Sie überstehen alle Stürme, da ihre am Grunde leicht gedrehten Blätter  den Wind in einzelne Ströme zerlegen. Dabei kreuzigen sich die Zweige in auffallender Weise. Man verglich sie früher deshalb mit dem Kreuz Christi. Als „Heiliges Kreuz“ schrieb man der Mistel übernatürliche Kräfte zu. Daraus erklärt sich dann auch, dass im Mittelalter die  Rosenkränze aus Mistelholz geschnitzt wurden. 

Auf die weißen Beeren der Mistel, die jetzt heranreifen, haben die Amseln, Drosseln und viele andere Vogelarten sehnlich gewartet. Beim Verzehr der Frucht bleibt das klebrige Samenkorn am Schnabel hängen. Wetzt der Vogel es dann an einem Zweig ab, klebte es dort fest. Die keimende junge Pflanze schickt ihre Wurzeln bis in das Innere des Holzgewebes. Ein neuer Mistelbusch ist damit entstanden. 

Schon Mitte März entfalten sich die unscheinbaren, aber angenehm duftenden Blüten der Mistel. Da Sie Honig enthalten, bilden eine der ersten Nahrungsquellen der Bienen und vielen anderen Insekten im zeitigen Frühjahr. Eine artenreiche Pflanzengesellschaft sorgt für einen Ausgleich in der Natur. Die Mistel ist ein wichtiger Nahrungsspender in einer sonst kargen Zeit.

Bild: Die Mistel mit ihren immergrünen Blättern und den weißen Früchten im Winter, hat die Menschen schon immer fasziniert.

Mistel

Eine alte Sitte ist es, zu Weihnachten an der Zimmerdecke oder über der Tür,  Mistelzweige aufzuhängen. Dahinter steckt der Glaube, das Mistelgrün andauerndes Glück bringt. Paare tauschen gern Küsse unterm Mistelzweig. Angeblich verheißt das Glück in der Liebe.

Die immergrüne Farbe gilt als Symbol der Fruchtbarkeit und des Wachstums. Die Mistel  gehört zu den Halbschmarotzern. Sie holt sich nur die Nährsalze und Wasser aus der Wildpflanze. Organische Stoffe erzeugt sie mit ihren immergrünen Blättern selbst. 

Bild: Das Anbringen von Mistelzweigen hat eine lange Tradition

Mistel

Danke Jupp Schröder für diesen tollen Beitrag!

Quelle: Jupps Gartentipps 

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