Tomaten im Beet statt auf den Augen

Tomaten sind wahre Alleskönner. Sie sind Soulfood, Powerfood und Augenweide in einem. Kein Wunder, dass sie zu den beliebtesten Gemüsesorten in Deutschland gehören. Mittlerweile gibt es sie nicht nur in rot, sondern auch grün, schwarz und gelb. Sie gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Cherry-Tomaten, Wildtomaten, Cocktail- bzw. und Buschtomaten zählen zu den kleinen Tomatensorten. Letztere wachsen eher in die Breite und eignen sich für Balkone und Fensterbänke. Diese sind zum Beispiel Sorten wie „Rotkäppchen“, „Fuzzy Wuzzy“, „Tumbling Tom Yellow“ oder „Greensausage“.  Hochwachsende Tomatensorten werden im Gewächshaus angepflanzt. Sie erhalten eine Rank Hilfe z.B. in Form eines Spiralstabs oder einer Schnur, die oben befestigt wird. Wer seine Tomaten im Freiland oder Gewächshaus anbaut, der wählt Sorten wie „Rote Murmel“, „Traubenherz“ und „Sparta“, Black Plum“ oder „Golden Currant“.

Tomaten sind einjährige und nährstoffbedürftige Pflanzen. Hier kommen unsere Tipps für die Anzucht und Pflege Deiner Tomatenpflanzen.

Werbung

Tomaten auf dem Arm

Tomatenanzucht und Pflege

Tomaten sind einjährige und nährstoffbedürftige Pflanzen. Tomatensamen erhältst Du im Gartencenter oder Baumarkt oder Du entnimmst das Saatgut einfach selbst aus dem Fruchtfleisch Deiner Tomaten. Löse die Samen heraus und trockne sie dann zum Beispiel auf Küchenpapier. Als Erde favorisieren Tomaten eine gut durchlüftete Mischung kompostreicher Erde, wenig Sand und Torf.

Eierkartons oder auch die Papprolle von Toilettenpapierrollen eignen sich sehr gut für die Anzucht der Pflanzen aus deinen Tomatensamen. Zum Anzüchten fügst Du jeweils einen Samen pro Vertiefung bzw. im Abstand zum nächsten Samen in einem größeren Gefäß hinzu. Die Tomatensamen brauchen es warm und hell. Bedecke die Samen mit einem durchsichtigen Deckel oder einer Folie, damit die Feuchtigkeit und Luft nicht entweicht und die Pflanzen heranwachsen können.

Achte darauf, dass Du die Pflanzen immer ausreichend gießt. Wenn die Pflanzen dann mehrere Zentimeter groß sind, kannst Du sie in ein Beet pikieren und umpflanzen. Pikieren, also trennen und separieren, ist deshalb wichtig, damit die Pflanzen kräftig werden, mehr Wurzeln bilden und gut heranwachsen können. Das kannst Du dann machen, sobald die kleinen Pflänzchen jeweils zwei Blätter haben. Achte beim Gießen darauf, dass Du die Pflanzen immer von unten und nicht auf die Blätter gießt.

Tomaten

Vereinzeln, düngen und bewässern deiner Tomatenpflanzen

Tomaten brauchen Platz, um gut und kräftig zu wachsen. Ansonsten riskierst Du, dass die Belüftung und Belichtung nicht optimal ist.

Ein Fehler, der oftmals passiert ist, dass Tomatenpflanzen nicht düngt. Dabei ist die Versorgung mit Dünger sehr wichtig. Am Anfang ist es wichtig, dass die Düngung erst stickstoffreich ist und im weiteren Verlauf eher Phosphor und Kalium. Während Phosphor für Blüten- und Wurzelbildung. Kali ist für die Fruchtbildung zuständig. Generell unterscheiden wir in eine Grund-, Nach- und Bedarfsdüngung.

Weißt Du, was sich gut als Dünger eignet und zudem effektiv und umweltschonend ist? Stallmist vom Bauern. Egal ob vom Pferd, Rind, Schaf oder Schwein: der Nährstoffgehalt von Tiermist ist für Tomatenpflanzen Gold wert.

Bei der Grunddüngung wird der organische Dünger ein paar Tage vorher in die Erde gemischt, bevor Du die Tomatensamen hinzufügst. Die Nachdüngung erfolgt ca. 6 bis 8 Wochen nach dem Pikieren und ist stickstoffärmer, dafür aber phosphor- und kaliumreicher. Dies ist auf dem Bio-Dünger, den Du verwendest, gekennzeichnet. Eine Bedarfsdüngung findet, wie der Name schon sagt, bei Bedarf statt, also dann, wenn deine Pflanzen Mangelerscheinungen vorweisen. 

Ein guter Indikator für eine zu geringe oder zu reichhaltige Düngung sind die Blätter: sind sie zu hell, dann hast du zu wenig gedüngt, ist die Farbe dunkel und sich die Blätter zudem noch kräuseln, hast Du überdüngt.

Achte auf die optimale Bewässerung Deiner Pflanzen. Regelmäßiges gießen verhindert zudem, dass Tomaten mal zu feucht und mal zu trocken sind. Die Früchte reagieren darauf, indem sie platzen oder die Schale hart wird, um die Verdunstung zu minieren. Unsere Gießempfehlung ist, dass der Boden gleichmäßig gegossen wird, d.h. gleichmäßig feucht bleibt. Es kommt also auf die Außentemperatur wie auch die Größe der Fläche an, auf der die Tomaten wachsen. 

Krankheiten Deiner Tomatenpflanzen bekämpfen

Pilze sind eine der hartnäckigsten und am häufigsten vorkommenden Gegner der Tomaten. Der Pilz verbreitet sich durch Sporen, die durch die Luft fliegen oder auf dem Boden liegen. Diese können zum Beispiel durch Wind oder bei Regen auf den Blättern der Pflanzen landen und dort haften bleiben. Wenn die Blätter dann feucht sind, keimen sie aus und befallen somit die Pflanzen. Dadurch kann zum Beispiel Kraut- oder Braunfäule entstehen. Das äußert sich in matschigen, grau-braunen Flecken auf den Früchten. Was Du vorbeugend dagegen tun kannst? 

Tomaten3 Tomaten2 Tomaten

Achte darauf, dass beim Gießen kein Spritzwasser auf die Blätter kommt, pflanze die einzelnen Tomatenpflanzen mit ausreichend Abstand zueinander und entferne Blätter, sodass die Pflanze besser trocknen kann. Wenn Deine Pflanzen trotzdem befallen sind, dann entferne die kranken Blätter und spritze Ackerschachtelhalm-Sud auf die Pflanzen.  

Ist der Belag durch Pilze Pilzbelag: fleckig, weiß, mehlartig und die Blätter deiner Pflanze gelblich-braune Blätter welken und vertrocknen, dann handelt es sich um Mehltau. Du kannst durch regelmäßiges Sprühen mit einem Gemisch aus Regenwasser und Teile der Pflanzen (entweder 100 Gramm getrocknet oder 750 Gramm frisch), der sogenannten Schachtelhalmbrühe.

Eine weitere Krankheit ist die Dürrfleckenkrankheit. Wenn dies der Fall ist, dann siehst Du Flecken sowohl an den Blättern als auch an den Stängeln. Das kann sich auch auf die Früchte übertragen. Stelle die Pflanzen an einen trockenen Ort. Entferne die bereits erkrankten Blätter.

Nach den Eisheiligen, also Mitte Mai, kannst Du Deine kälteempfindlichen Tomatenpflanzen draußen einpflanzen. Die Erntezeit ist abhängig von der Sorte der Tomaten. Kleine Tomatensorten wie die oben genannten Cherry- oder Cocktailtomaten reifen meist schneller heran, größere Tomaten wie Fleischtomaten langsamer.

Tomaten unreif

Zusammenfassung der Tipps für Deine Tomatenanzucht

  • Du kannst Tomaten-Saatgut entweder aus Tomaten selbst erstellen oder abgepackt kaufen.
  • Eierkartons oder die Pappe aus Toilettenpapierrollen eignen sich hervorragend als Anzucht-Topf deiner Tomatensamen
  • Gebe die Tomatensamen immer einzeln in die Erde.
  • Tomatenpflanzen brauchen gut durchlüftete, kompostreiche Erde, damit sie gut anwachsen
  • Nutze Tiermist von Kuh, Pferd oder als Düngemittel
  • Gieße deine Tomatenpflanzen immer von unten, nie direkt auf die Blätter und achte auf regelmäßige Wasserzufuhr.
  • Pikiere die einzelnen Pflänzchen z.B. sobald sie zwei Blätter haben
  • Reagiere bei Krankheiten wie Pilzbefall (z.B. Braunfäule oder Mehltau) durch Entfernen der befallen Pflanzenteile und bespritzen mit Ackerschachtelhalm oder Schachtelhalmbrühe, je nach Krankheit.
  • Nach den Eisheiligen, also Mitte Mai, kannst Du Deine kälteempfindlichen Tomatenpflanzen draußen einpflanzen. 

von unserer Autorin Sirit Coeppicus

 

Für mehr Pflanzen- und Garten-Tipps abonniert gerne unseren Newsletter, die Gartenpost! Hier klicken und anmelden!

Werbung
Werbung
Werbung
Scroll to Top