Wildbienen: Ein Nistholz – eine natürliche Nistalternative

vom Wildbienen – Experten Bernd Lüder

Totholz ist der natürliche Nistraum vieler Wildbienenarten. Löcher und Fraßgänge in Totholz nutzen die Bienen schon seit Tausenden von Jahren. Hohlraumbewohnende Wildbienen (etwa 20% der Wildbienen-Arten) graben sich keinen Nistgang, sondern nutzen für die Brut vorhandene Hohlräume.

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In der Natur nutzen diese Hohlraumbewohner z.B.

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– Fraßgänge von Käfern oder Holzwurmlarven,
– abgebrochene, hohle Pflanzenstängel
– alten Bohrlöcher
– Mauerritzen und Steinspalten
– oder auch Schneckenhäuser.

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Nach der Paarung suchen vor allem diese Wildbienenarten nach natürlichen Hohlräumen. Leider verschwinden durch das ständige Aufräumen (Wegräumen von Totholz) unserer Landschaften und Gärten immer mehr natürliche Nistmöglichkeiten für die Wildbienen.

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Eine Nisthilfe ganz einfach selber bauen:

Beim Bau von Nisthilfen sollte man sich am Vorbild der Natur orientieren und sich intensiv mit den Tieren beschäftigen.

Wie lebt es? Was ist die Nahrung?
Wie sind die Ansprüche an die Nistmöglichkeiten?

Wildbienen leben nicht in Häuschen und schon gar nicht in „Insektenhotels“. Schilfröhrchen sind bequem für die Bienen, gehören aber kaum zu ihren natürlichen Brutmöglichkeiten. Ersten muss ein Teich in der Nähe sein (500m Flugradius) und Schilf bricht im Herbststurm kaum sauber ab.

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Löcher und Fraßgänge in Totholz nutzen die Bienen schon seit Tausenden von Jahren. Ein Grund mehr, diese natürlichen Nistmöglichkeiten mit sauberen Löchern in Hartholz nachzuahmen. Hier eignen sich z.B. Eiche, Buche, Esche und alle Ostbaumhölzer.

Wichtig sind saubere und tiefe Bohrlöcher in Hartholz mit einem span-freien Einflugloch. Ein Holzwurm hinterlässt auch ein sauberes Loch.
Schlecht gebohrte Nisthilfen mit Bohrspänen am Einflugloch nehmen die Bienen aus Angst um ihre Flügel nicht an.

Hat das Holz einen natürlichen Trocknungsriss kann man sauber drum herum bohren.

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Entsprechend ihrer Körpergröße suchen sich die Weibchen passende Niströhren. Die Mauerbienen im Frühling bevorzugen Bohrungen von 6 – 9 mm, die kleineren Sommerbienen 3 – 4mm, z.B. Scheren- und Löcherbienen.

Ein gebohrtes Nistholz bietet den Wildbienen alternative Brutmöglichkeiten im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse und wird sehr gern angenommen.

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Typische Arten: 

Gehörnte Mauerbiene, Rote Mauerbiene, Blattschneiderbienen, Hahnenfuß-Scherenbiene, Glockenblumen-Scherenbiene, Löcherbiene, Maskenbiene

Ob Insektenhotels eine gute Hilfe oder kommerzieller Unfug sind, verrät uns Bernd hier!

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