Igelfreundlicher Garten – So einfach geht das!
Wer mag sie nicht, die stacheligen Vierbeiner in unserem Garten? Wenn dein Garten bestimmte Voraussetzungen erfüllt, dann wird er zu einem Paradies für Igel. Und das lohnt sich für beide, denn die Igel fühlen sich im Garten wohl und vertilgen zugleich einige der unbeliebtesten Schädlinge, wie zum Beispiel Schnecken, Larven und Insekten.
Und Igel sind mehr und mehr bedroht, weil ihnen immer mehr Lebensraum vom Menschen genommen wird. Also können wir den Igeln in unseren Gärten helfen, damit sie die Voraussetzungen vorfinden, die sie zum Leben benötigen.
Damit sich Igel in deinem Garten wohl fühlen, braucht es gar nicht viel.
Igelfreundlicher Garten – es braucht dazu nicht viel
Es braucht eigentlich nur eine kleine wilde Ecke, in der sich der Igel wohlfühlt und seine Nahrung findet. In dieser wilden Ecke sollten zum Beispiel ein Totholzhaufen, oder ein Laubhaufen aus dem letzten Jahr oder Reisigbüschel liegen, um zusätzlich Versteckmöglichkeiten anzubieten.
Außerdem sollte im Gartenzaun ein kleiner Durchlass von mindestens 10 × 10 cm sein, damit die Stacheltiere kommen und gehen können, wann immer sie wollen. Mit einer dort angebrachten Wildtier-Kamera könnt ihr übrigens überprüfen, ob Igel euer Grundstück besuchen.
Nahrung für die Igel
Wichtig ist, dass es im Garten viele einheimische Pflanzen und Gehölze gibt, da diese wiederum Insekten anlocken, die eine wichtige Nahrung für den Igel sind. Aber auch ein Zugang zum Komposthaufen bietet einen reich gedeckten Tisch für die Igel. Im Frühjahr und im Herbst ist eine Zufütterung durchaus sinnvoll, denn sowohl wenn sie aus dem Winterschlaf kommen als auch wenn sie sich auf diesen vorbereiten benötigen die Igel so viel Nahrung wie möglich. Hierzu eignet sich Katzenfutter aus reinem Fleisch (mind. 60 % Fleischanteil), welches mit Rührei durchmischt ist.
Wünschenswert ist außerdem eine Schale mit frischem Wasser, niemals Milch!, damit die Igel (und andere Gartenbewohner) auch etwas zu trinken finden.
Gefahren für Igel
Wichtig ist, dass kein Gift im Garten eingesetzt wird, da dieses häufig auch vom Igel aufgenommen wird.
Außerdem müssen einige Gefahrenstellen entschärft werden, damit der Igel nicht irgendwo hinein fällt. Dies sind zum Beispiel Keller Treppen, Gullys, Löcher oder auch der Gartenteich oder Pool. Lässt sich die jeweilige Gefahrenstelle nicht abdecken, sollten Ausstiegshilfen für Kleintiere integriert werden. Bei dem Gartenteich ist dies zum Beispiel eine flache Uferzone, die den eigenständigen Ausstieg ermöglicht. Eine besondere Gefahr für Igel geht von den Mährobotern aus, wenn sie nachts unterwegs sind. Da Igel nachtaktive Tiere sind und die Mähroboter die Igel trotz Sensoren oftmals nicht erkennen, stellen diese eine große Gefahr für die Igel da. Also bitte nur tagsüber laufen lassen!
Vorsicht: Igel im Unterholz oder dichtem Gras!
Wenn ihr hoch gewachsenes Gras oder Büsche mit zum Beispiel Motortrimmern entfernt, müsst ihr bitte auch sehr vorsichtig sein, dass sich dort kein Igel versteckt hat und ihr ihn mit dem Gerät verletzt.
Und falls euer Igel einmal Hilfe braucht, hier findet ihr die richtigen Ansprechpartner!
Alles in allem braucht es nicht viel, damit sich die Igel in unseren Gärten wohl fühlen können. Also los geht es!
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