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Hochbeete richtig nachfüllen

Es ist ganz normal, dass Hochbeete jedes Jahr ein ganzes Stück absacken. Der Grund ist, dass die eingeschichteten groben Materialien mit der Zeit verrotten. Unsere Pflanzen haben davon ordentlich profitiert: Durch wachstumsfördernde Wärme im Frühjahr und langfristig freigesetzte Nährstoffe während des Gartenjahrs.

Hat das Beet deutlich an Höhe verloren, sollte es nachgefüllt werden. Besonders junge Gemüsepflanzen leiden durch die hochragenden Beetwände ansonsten an Lichtmangel und der eingeschränkten Belüftung. Als Folge verlangsamt sich das Wachstum und die Anfälligkeit für Pilzerkrankungen steigt. Für viele Gärtner*innen ist auch die Wiederherstellung einer angenehmen Arbeitshöhe ein wichtiges Argument zum Nachfüllen des Hochbeets.

Nachfüllen eines Hochbeets

Es gibt zwei Methoden ein bestehendes Hochbeet nachzufüllen, die sich im Aufwand deutlich unterscheiden. Die Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen e. V. empfiehlt das Nachfüllen mit Fertig-Erden im Frühjahr vor Beginn der Anbausaison. Wer Gemüse anbauen möchte, greift zu gebrauchsfertiger Gemüse- oder Hochbeeterde mit hohem Kompostanteil. Sie versorgt auch hungrige Arten wie Tomaten und Kohl mit den benötigten Nährstoffen.

Sollen im Hochbeet nur schwachzehrende Arten wie z. B. Kräuter, Radieschen, Salate und Bohnen wachsen, kann es auch mit einer universell einsetzbaren Blumenerde nachgefüllt werden. Auch Blumenerden werden in der Regel vorgedüngt, die enthaltenen Nährstoffe sind für etwa 4-6 Wochen Pflanzenwachstum ausreichend. Dann muss mit einem passenden Flüssigdünger regelmäßig nachgedüngt werden.

Qualität ist entscheidend für den Erfolg

Wichtig ist vor allem beim Nachfüllen des Hochbeets nicht am falschen Ende zu sparen: Die Qualität der Befüllung entscheidet über den Anbauerfolg! Wir empfehlen daher Substrate mit dem RAL-Gütezeichen zu verwenden.

Gütegesicherte Substrate unterliegen strengen Qualitätsrichtlinien und werden regelmäßig von anerkannten, unabhängigen Laboren kontrolliert. Sie dürfen zum Beispiel nur minimale Abweichungen im pH-Wert und in den Nährstoffgehalten aufweisen und müssen strukturstabil und nachweislich frei von Unkrautsamen und pflanzenschädigenden Stoffen sein. Eine Produktüberwachung, die nicht nur eine gleichbleibende Qualität sichert, sondern auch den Spaß am Gärtnern.

Alternative: Hochbeete neu einschichten

Diese Methode ähnelt stark der Neuanlage des Hochbeets und ist vergleichbar aufwendig. Nach der letzten Ernte im Herbst wird die oberste Beetschicht (also die eigentliche Pflanzerde) abgetragen und beiseite geräumt. Danach wird neues kompostierbares Material in der bei Hochbeeten üblichen Reihenfolge eingeschichtet. Anschließend wird die gerettete Pflanzerde wieder eingefüllt oder bei Zeichen von Bodenmüdigkeit, bodenbürtigen Krankheiten (z.B. Welkepilze) oder starkem Befall mit Bodenschädlingen (Engerlinge, Drahtwürmer) in der vorhergehenden Saison durch frische Hochbeet- oder Gemüseerde ersetzt.

Quelle Text und Bild: Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen e.V., Dr. Anne Bergmann

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