Wildvögel richtig füttern! Aber wie?

Wildvögel benötigen gerade im Winter oftmals “Futterhilfe” im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse. Einerseits aufgrund des Klimawandels und der zunehmenden Trockenheit wie auch andererseits durch zunehmende Monokulturen in Landwirtschaft und Privatgärten schrumpft das natürliche Futterangebot.

Deswegen füttern viele Gartenfreundinnen und Gartenfreunde – teils sogar ganzjährig – die gefiederten Freunde im Garten. Doch war ist bei der Fütterung zu beachten?

Hier haben wir einige Tipps für euch, wie das Füttern der Wildvögel artgerecht und sinnvoll möglicht ist:

  1. Nutzt Futterspender oder Futtersäulen zur Fütterung, weil das Futter erstens vor Regen geschützt wird und die Vögel nicht wie beim klassischen Vogelhaus durch das Futter laufen können und es so verunreinigen könnten. Dies senkt die Gefahr der Übertragung von Krankheiten, außerdem ist der Futterplatz so einfacher sauber zu halten.
  2. Hängt die Futterspender in ausreichender Höhe auf, damit weder Ratten an das Futter noch Katzen an die Vögel kommen. Ideal hängt der Futterspender in der Nähe von Büschen oder Hecken, die den Vögeln als Anflugstelle und Versteck vor Räubern diesen können. Futterstellen, die frei in der Landschaft hängen, werden oftmals nicht angeflogen.
  3. Wählt artgerechtes Wildvogelfutter, da nur damit gesichert ist, dass die Vögel die richtige und ausreichende Versorgung mit Fetten und anderen Nährstoffen erhalten. So sind Sonnenblumenkerne für fast alle Vogelarten eine Delikatesse, ergänzt um getrocknete Mehlwürmer ist dann für (fast) alle Besucher etwas dabei. Günstiger ist es übrigens oft, die Futtermischung selbst herzustellen, in dem man unterschiedliche Samen/Körner selbst mischt. Je nach Jahreszeit sind übrigens unterschiedliche Inhaltsstoffe wichtig, deshalb das richtige Futter passend zur Jahreszeit wählen. Weitere Tipps zum richtigen Futter findet ihr hier.
  4. Sauberkeit der Futterstelle ist ebenso ein sehr wichtiger Faktor zur erfolgreichen Fütterung der gefiederten Freunde. Die Futterstelle muss unbedingt regelmäßig sauber gehalten werden, damit sich Krankheiten nicht ausbreiten können und keine Schädlinge (Ratten usw.) angelockt werden.
  5. Die Futtermenge muss immer wieder der Anzahl der Gäste angepasst werden. Da sich die Futterstelle schnell herumsprechen wird, immer auf ausreichendes Futter achten, da vergebliche Anflüge der Futterstelle gerade im Winter für die Vögel sehr belastend für den Energiehaushalt sind. Je nach Jahreszeit kommen auch mehr oder weniger Gäste, so das die notwendige Futtermenge immer wieder angepasst werden sollte.
  6. Trink- und Badestellen sollten zusätzlich eingerichtet werden, damit die Piepmätze auch ausreichende Trinkmöglichkeiten finden können. Diese müssen aber unbedingt gut sauhergehalten werden, damit sich keine Krankheiten ausbreiten. Um zu verhindern, das die Trinkstelle im Winter zufriert, gibt es für die Hühnerhaltung Wärmplatten, die unter die Trinkschale gestellt werden können.

Die beliebten Meisenknödel könnt ihr übrigens ganz einfach selber herstellen, wie verrät euch der NABU hier!

Wenn ihr diese Punkte berücksichtigt, steht einer artgerechten Wildvogelfütterung nichts mehr im Wege. Hier findet ihr weitere Tipps zur Wildvolgelfütterung!

Viel Spass beim beobachten der gefiederten Gartengäste.

Futterbox

Vogel

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